Suche

istockphoto/dexter_s

Wer kocht den besten Kaffee?

So gelingt perfekter Espresso

496 x gesehen

Falls Sie Liebhaber von Filterkaffee sind, werden Sie im Folgenden wenig nützliche Informationen finden, aber einen Tipp können wir Ihnen geben: Lassen Sie das Wasser nach dem Kochen kurz ruhen, bevor Sie es auf Ihr Kaffeepulver gießen, denn bei Temperaturen um die 95° bekommen Sie das beste Ergebnis. Ist das Wasser zu heiß, also sprudelnd, kochend, wird der Kaffee schnell bitter, ist die Wassertemperatur zu niedrig, bleibt zu viel Aroma ungenutzt und der Kaffee schmeckt eher Wässerig. Egal, wie Sie Ihren Kaffee zubereiten, auch für Filterkaffee gilt: Das Beste Ergebnis bekommen Sie mit frisch gemahlenem Kaffee, aus Bohnen, die erst kurz zuvor geröstet wurden.

Doch nun zum perfekten Espresso, der Basis fast aller Kaffeespezialitäten und zur Frage, welche Art der Zubereitung das besten Ergebnis garantiert.

Siebträger-Kaffemaschine

Jeder Barista wird darauf schwören, dass nur mit einer guten Siebträgermaschine auch ein guter Kaffee gelingt. Bei diesen Geräten lassen sich Druck, Temperatur und Siebgröße so verändern, dass ein perfektes Ergebnis quasi garantiert ist. Allerdings ist etwas Fingerspitzengefühl gefragt und ohne Übung dauert es viele, viele Tassen, bis das Ergebnis endlich stimmt.
Vorteile: Einmal richtig kalibriert, gelingt mit einem Vollautomaten und einer guten Kaffeessorte garantiert der perfekte Kaffee.
Nachteile: Auch für Geübte dauert ein Espresso damit etwas länger als beispielsweise mit einem Vollautomaten, weil ein paar Handgriffe mehr nötig sind. Außerdem braucht man mehr Platz, da mit Kaffeemühle und Kaffeemaschine zwei Geräte untergebracht werden müssen.

Kaffee-Vollautomat

Vollautomaten sind eine praktische Sache und hochwertige Geräte machen auch einen sehr ordentlichen Kaffee. Für einen idealen Espresso taugen sie jedoch nur bedingt. Die Siebe, in die das Kaffeepulver zum Aufbrühen gepresst wird, können nicht gewechselt werden und sind für die ideale Kaffeemenge zu groß. Der Kaffee wird systembedingt mit viel zu hohem Druck durch die Mitte des Kaffeepulvers gedrückt und die Aromen am Rand des Siebes bleiben bei den meisten Geräten ungenutzt.
Vorteile: Schnelle Zubereitung mit wenigen Handgriffen, geringem Pflegeaufwand und wenig Platzbedarf.
Nachteile: Parameter wie Druck und oft auch die Temperatur lassen sich bei den meisten Geräten nicht zuverlässig einstellen.

Mokka-Kanne

Kaffeebereiter oder Moka-Kannen für die Herdplatte bereiten schnell und unkompliziert guten Kaffee. Die Bekannteste Art ist der achteckige Moka-Express aus Aluminium von Bialetti. Das Ergebnis ist jedoch alles andere als ein echter Espresso, was daran liegt, dass die Brühtemperatur systembedingt über 100 Grad betragen muss und der Druck in der Regel mit 2 bar nur ein Viertel des nötigen Drucks erreicht. Hierdurch werden die Inhaltstoffe aus dem Kaffepulver sehr heiß und sehr langsam ausgespült. Dadurch unterscheidet sich das Aroma des Mokka deutlich vom klassischen Espresso. Viele, besonders italienische Kaffeehersteller, bieten extra für diese Brühmethode entwickelte Kaffeepulversorten an.
Vorteile: Die preiswerteste und platzsparendste Art, des Kaffeekochens ohne Filter. Wenig Pflege und Reinigungsaufwand. Leicht zu bedienen.
Nachteile: Das Ergebnis ist kein Espresso. Durch die hohen Brühtemperaturen werden viele Bitterstoffe aus dem Kaffeepulver ausgespült.

Fazit: Für den alltäglichen Kaffee zwischendurch eignen sich Kaffeevollautomaten durchaus für einen ordentlichen Espresso. Wer Espresso in Perfektion liebt, kommt um eine Siebträgermaschine nicht herum. Mit der guten alten Mokka-Kanne kocht man eben einen Mokka und keinen Cappuccino, aber wer das Aroma mag, wird ihn trotzdem lieben.

TIPP: Wärmen Sie Espressotassen immer an, bevor der heiße Espresso hinein fließt. Andernfalls kühlt das kalte Porzellan die kleine Menge Kaffee sofort herunter und lauwarmer Espresso ist nur halber Genuss.

Der perfekte Mahlgrad

Für einen guten Espresso gilt: Finden Sie den perfekten Mahlgrad, der zu Kaffeesorte und Röstung passt. Kaufen Sie fertig gemahlenen Espresso-Kaffee, starten Sie zunächst mit kleineren Mengen und lassen Sie sich den Mahlgrad nennen, dann können Sie beim nächsten Mal nachsteuern. Mahlen Sie selbst, fangen Sie mit der feinsten Körnung an und kochen Sie mit dem Pulver einen Probe-Espresso. Wenn Sie nicht zufällig beim ersten Mal begeistert sind, arbeiten Sie sich langsam bis zu dem Mahlgrad vor, bei dem Ihnen der Geschmack richtig gut gefällt. Die Durchlaufzeit sollte dann bei ca. 25 Sekunden liegen.

Fotos:istockphoto/Serghei Starus | istockphoto/egadolfo | istockphoto/Probuxtor

Das könnte Sie auch interessieren

Leckere Kürbis-Pasta
Genuss
84 x gesehen
Genuss
84 x gesehen

Leckere Kürbis-Pasta

Bruno Hentschel - 19. September 2019

Es wird Herbst und überall lachen uns Kürbisse in allen Formen und Farben an. Haben Sie Lust, mal etwas anderes…

Kosmetik online kaufen
Mode & Beauty
987 x gesehen
Mode & Beauty
987 x gesehen

Kosmetik online kaufen

Leoni Schmidt - 15. Februar 2019

Gemütlich auf dem Sofa, mit einer Tasse Tee in der Hand und dem Laptop auf dem Schoß. So lässt es…

Krokus-HotSpots
Leben & Freizeit
914 x gesehen
Leben & Freizeit
914 x gesehen

Krokus-HotSpots

Bruno Hentschel - 14. Februar 2019

Fotofreunde, die ständig mit ihrem Smartphone oder ihrer Kamera auf Motivsuche sind, kommen nicht daran vorbei: März ist Krokuszeit und…

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht